Diplom-Informatiker (FH) mit Schwerpunkt Technische Informatik. Seit über 35 Jahren in hardware-naher Embedded-Entwicklung tätig — angefangen bei Mercedes-Benz, heute als selbstständiger Berater.
Embedded-Entwicklung ist ein Beruf, in dem Erfahrung sich nur über Jahrzehnte sammelt. Wer drei Jahrzehnte in dieser Disziplin arbeitet, hat Fehlerbilder gesehen, die in Lehrbüchern nicht vorkommen — und Lösungen entwickelt, die sich nur durch viele iterative Schritte ergaben. Der folgende Werdegang ist nicht als Lebenslauf-Pflichtteil zu verstehen, sondern als Beleg dafür, dass die fachliche Substanz auf realer Praxis beruht.
Drei Eigenschaften ziehen sich durch alle Stationen: hardware-nahe Programmierung, sicherheitskritische Anwendungen und die Bereitschaft, Verantwortung für komplette Lösungen zu übernehmen — nicht nur für einzelne Module.
Selbstständige Beratungs- und Entwicklungstätigkeit aus Frankreich heraus, mit internationaler Auftraggeber-Basis in Deutschland und weiteren EU-Ländern. Schwerpunkte: Embedded-Entwicklung, Testautomatisierung, Code-Übernahme und Beratung bei sicherheitskritischen Projekten. Vertragsmodelle: Werkvertrag mit fester Lieferzusage oder Stundenkontingent — keine Arbeitnehmerüberlassung.
Erste eigene Unternehmensgründung in Deutschland. Eigene Produktentwicklung in mehreren Bereichen: Gebäudeautomatisierung mit Echtzeit-Multiprozessorsystemen, Funkkommunikation, CAN-Bus-Simulationshardware. Diese Phase prägte die heutige Komplettentwicklungs-Kompetenz: Spezifikation, Schaltungsentwurf, Layout, Firmware, Verifikation und Übergabe — alles in einer Hand. Navimess wurde 2012 im Zuge des Umzugs nach Frankreich geschlossen.
Berufseinstieg in der Motorenentwicklung in Stuttgart-Untertürkheim. Über mehr als ein Jahrzehnt Tätigkeit in den Bereichen Prüfsoftware für Motorsteuerungen, Vorentwicklung im Service-Bereich und hardware-nahe Diagnose. Während dieser Zeit erlebte das Unternehmen mehrere Namensänderungen — von Mercedes-Benz über Daimler-Benz bis zur Fusion mit Chrysler zu DaimlerChrysler. Heute firmiert der Konzern wieder als Mercedes-Benz Group AG.
Diese Zeit hat das fachliche Fundament für alles spätere gelegt: das Verständnis für sicherheitskritische Echtzeit-Systeme, für Diagnoseprotokolle und für die spezielle Disziplin, an Steuergeräten zu arbeiten, deren Fehlverhalten reale Konsequenzen hat. In dieser Zeit entstanden auch erste Geschäftskontakte in die USA und nach Japan — Kontakte, die später in der freiberuflichen Tätigkeit fortgeführt wurden.
Diplom-Informatiker (FH Darmstadt), Studienschwerpunkt Technische Informatik. Diplomarbeit in Regelungstechnik mit Echtzeit-Hardware-Treibern in Assembler, betreut von Prof. Dr. Christoph Wentzel. Bei Wentzel auch Vorlesung Rechnerarchitektur belegt — diese Kombination aus regelungstechnischem Fundament und tiefer Hardware-Architektur-Kenntnis prägt die Arbeitsweise bis heute.
Vor dem Studium: Ausbildung zum Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost, parallel Fachabitur Elektrotechnik. Diese praxisnahe Hardware-Ausbildung ist der Grund, warum Hardware-Entwicklung und Software-Entwicklung in meiner Arbeit immer eng verbunden bleiben — beides sind keine getrennten Welten, sondern zwei Seiten derselben Aufgabe.
Mein fachliches Zuhause ist dort, wo Hardware und Software zusammenkommen: Motorsteuerungen, FPGA-basierte Signalverarbeitung, Echtzeitsysteme, fehlertolerante Kommunikation, Verschlüsselung. In meiner Arbeit verbinde ich Schaltungsentwurf und Code, kenne den gesamten Weg vom Konzept über den Prototyp bis zur Serienqualifizierung — und kann auch Projekte übernehmen, die explizit fremden Code aufnehmen, dokumentieren und weiterentwickeln müssen.
Drei Eigenschaften charakterisieren meine Arbeitsweise:
Drei Aspekte aus meinem persönlichen Profil, die im Embedded-Kontext gelegentlich relevant werden:
In Verhandlungen klar, in Lieferungen verlässlich, in Spezifikationen präzise — und in der Bewertung des eigenen Aufwands ehrlich. Embedded-Projekte verlangen oft, dass jemand einschätzt, was nicht in der angefragten Zeit machbar ist; Auftraggeber, denen ich das frühzeitig sage, schätzen das mehr als gefällige Versprechen.
Bei strittigen technischen Fragen ziehe ich die nachvollziehbare Begründung der Eile vor. Bei kommerziellen Verhandlungen halte ich vereinbarte Preise — und erwarte das Gleiche von der anderen Seite.